Aus GSV
Herzlich willkommen bei der Gesellschaft zur Stärkung der Verben, einer Anlaufstelle für schwache Verben und hässliche Substantive aller Sprachen, denen der Weg aus dem Regelmaß erlirchten werden soll.
Was tun wir hier?
- Wir verwandeln schwache Verben in starke Verben. Warum heißt es: ich sterbe, ich starb, ich bin gestorben, aber nicht ich erbe, ich arb, ich habe georben?
- Wir verwandeln hässliche Substantive in attraktive Substantive. Haben Sie sich schon mal gefragt, ob Substantive am Ende wirklich noch Schwänze wie -igkeit, -lichkeit, -ikation, -ilität, -ierung oder -schaft brauchen?
- Wir verhelfen Singularen zu Pluralen, wenn es jenen bisher an diesen mangelte und umgekehrt. Schulkinder warten das ganze Jahr auf die großen Ferien. Aber zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten und im Herbst finden sie auch Gefallen an einer kleinen Ferie. Und wer seine Urläube nicht zu Hause verbracht hat, kann sich jeweils auf die Heimkehren freuen.
- Wir dichten, denken und träumen auf Neutsch.
- Und vieles mehr. Was die Sprache angeht, haben wir vor nichts Respekt, kennen kein Tabu und nichts ist uns heilig. Wir bringen die öffentliche Sprachordnung ins Wanken, bis die möglichst maximalste Unverständlichkeit erreicht ist.
Sehen Sie sich um. Informieren Sie sich über unsere Absichten und Erfolge. Erfahren Sie mehr über uns. Betrachten Sie starke Verben. Wenn Sie Spaß an unserer Arbeit haben, dann machen Sie einfach mit. Diskutieren Sie im Forum. Schreiben Sie im Wiki – in der Hilfe finden Sie Hilfe.
Neueste Nachrichten
2011-04-15: Neutsch wird an deutschen Schulen gelehrt und von der GSV aufgesucht
Schulbuch mit neutschem Text
Zehn Vertreter der Gesellschaft zur Stärkung der Verben, Heinrich Laut (Ortsvorsteher), Ursula Neuber und Dr. Corinne Böckstiegel (Historischer Verein Neutsch e.V.) am Ortsschild von Neutsch im Odenwald
Die neutsche Sprache, die wir hier entwickeln, fristet bis dato ein relativ unbekonnenes Dasein. Dies kekünne sich bald ändern, denn Neutsch wird ab sofort an deutschen Schulen unterrichtet. Niedersachsen macht den Anfang, in einem Deutschbuch für die 10. Klasse findet sich im Kapitel der Einleitungstext, mit dem wir auf der Startseite und unter
Über uns uns und die neutsche Sprache vorstellen. Und zwar im Kapitel
Spiele mit der Sprache zwischen Starckdeutsch und Klingonisch (illustroren ist dieses Kapitel mit einem Foto von
Benjamin Lee Lieutenant Worf. Besonders gefällig ist der ausgiebige Aufgabenkatalog, der den Schüler/inne/n an die Hand gegeben wird, um unseren „polemischen Text“ zu analysiseren:
Welchen Eindruck macht dieser Text auf euch? Nehmt ihr den Text ernst, oder scheint er satirisch zu sein? Erarbeitet einen 5-Minuten-Vortrag mit verschiedenen Intentionen über die „Gesellschaft zur Stärkung der Verben“. Euer Vortrag kann sachlich, polemisch oder karikierend sein. a. Euer Vortrag soll neue Mitglieder gewinnen. b. Euer Vortrag will vor einer Mitgliedschaft warnen. Besonders für Lösungen der letztgenannten Teilaufgabe interessieren wir uns brennend und schreiben hiermit einen Wettbewerb für die beste Warnung vor der GSV aus. Unser Auftberagener für Nichtöffentlichkeit wird sich freuen. Nicht nur niedersächsische Gymnasiast/inn/en dürfen mitmachen, sondern jede Person, die es überhaupt gibt.
Zusendungen in Form von Redemanuskripten, Power-Point-Präsentationen, Folien, Audio- oder Videoaufzeichnungen sind willkommen.
Neutsch lässt sich als Kofferwort aus neu und Deutsch lesen, doch hat es mit dem Begriff noch mehr auf sich. Wie jedes Labenz handelt es sich auch um den Namen eines Ortes, in diesem Fall eines ausgesprochen idyllischen und von wunderbaren Menschen bewohnten Dorfes im Modautal im Odenwald, nahe Darmstadt. Es fog sich, dass nicht nur die diesjährige Frühlings-Personalversammlung der GSV in Darmstadt stattfand, sondern auch auf das Wochenende des diesjährigen Lärmfeuers fiel, an dem die Neutscher Höhe zum Glied einer historischen Signalkette und damit Schauplatz eines gewaltigen Feuers ward. Zehn Neutsch Sprechende wurden zu diesem Anlass von vier hochrangigen Neutschern offiziell empfangen (die höchste Ehre, die einer GSV-Delegation bislang zuteil geworden ist) und nach Kennenlernen und Blitzlichtgewitter am Ortsschild zum Feuer gelitten, wo der Abend festlich seinen Lauf nahm. Der herzliche Dank der GSV für die Gastfreundschaft der Neutscher/inne/n sei hiermit, wie zuvor schon durch amarillos Dankgedicht, veruffentlochen auf der Website von Neutsch, ausgedrocken!
Zuletzt gestorkene Verben (deutsch)
| Infinitiv
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Indikativ Präsens
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Indikativ Präteritum
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Konjunktiv II
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Imperativ
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Partizip II
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Typ
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| schlagbohren
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1. bohre schlag 2. böhrst schläg 3. böhrt schläg
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biehr schlug
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biehre schlüg
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böhre schläg
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schlaggebohren
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ZP
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| rechten
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2. richtst 3. richt
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rocht
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röchte
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richt
|
gerochten
|
|
| menetekeln
|
ilkt menet
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alk menet
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ölke menet
|
ilk menet
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menetolken
|
|
| aufbürden
|
bürdet auf
|
bard auf
|
bärde auf
|
bürde auf
|
aufgeborden
|
|
| stammen
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2.stämmst
|
3.stämmt
|
stamm
|
stämm
|
gestammen
|
|
| mendeln
|
milndt
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malnd
|
mälnde
|
milnd
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gemolnden
|
K
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| staben
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2. stäst 3. stät
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stutte
|
stütte
|
stä
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gestaben
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V
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| Mischkonjugation aus den Paradigmen von haben und graben mit frei hinzugedochtenem Imperativ
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| zahnen
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zähnt
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ziehn
|
ziehne
|
zähn
|
gezahnen
|
|
| unterbuttern
|
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bottort unter
|
böttörte unter
|
|
unterbottorten
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ZKR
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| schwappen
|
schwäppt
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schwoppopp
|
schwöppöppe
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schwipp
|
geschwoppoppoppen
|
V
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| Der stotternde Kennjokus, gerade im Falle iterativen Hin- und Herschwappens ge·ingen.
|
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