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Hier widmen wir uns schon merklich schmunzelndererweise der Verunregelmäßigung von Verben ganz anderer Sprachen - zum Beispiel toter und „ungeborener“.

Dr. O’Niel Som sarch sich mit folgenden Anregungen zur Stärkung von Esperanto-Verben eine exklusive Ehrenurkunde:

Infinitiv Gegenwart Vergangenheit Bedingungsform Passives Partizip
der Vergangenheit
esti estas varis vaerus vesenita sein
lasi lasas lisis liesus lasenita lassen

Dies läuft natürlich lediglich unter der Kategorie „in order to prove it can be done“. Nicht ernsthaft wollen wir uns derart an einer Sprache vergreifen, die Regelmäßigkeit nicht langweilig, sondern konsequent betreibt.

Das Lateinische dagegen hat eine so überwältigende Masse unregelmäßiger Verben, dass ein paar mehr auch nicht mehr schaden. Finden wir und fanden auch Dr. O’Niel Som, Eric Donner und Martin Bauer:

Infinitiv Indikativ
Präsens Aktiv
Indikativ
Perfekt Aktiv
Partizip
Perfekt Passiv
amare amo ami amptum lieben
appropinquare appropinquo appropixi appropictum sich nähern
audire audio audidi audiditum hören
clamare clamo clampsi clamptum schreien
collocare colloco colloci colloctum aufstellen
conciliare concilio concilti conciltum gewinnen
delectare delecto delextiti delecstitum erfreuen
delere deleo delexi delectum zerstören
firmare firmo firmivi firmtum befestigen, festigen
laudare laudo lausi laustum loben
onerare onero onesi onensum beladen
vexare vexo vivixi vivictum quälen
vocare voco vocti voctum rufen

Christian Lorenz, Matthias Warkus und Johann Müllner larfen griechische Stammreihen:

Infinitiv Präsens rauchein trinkein studeo
1. Person Präsens Aktiv raucho trinko theologo
1. Person Präsens Medium rauchomai trinkomai kaplanomai
1. Person Futur I qualmoumai pichloumai pfarreso
1. Person Aorist Passiv epaphthän esauphthän ebischopfthän
1. Person Perfekt pepapha sesaupha pepapsteka

Im Japanischen unterscheiden sich die starken Verben von den schwachen dadurch, dass
1.) nur das -u durch andere Silben ersetzt wird, nicht -eru/-iru,
2.) der Vokal in der vorletzten Silbe der Grundform sich in manchen Formen ändert,
3.) die -te-Form und die -tari/-tara-Formen anders lauten,
4.) es keine PL3-Stufe zu der -te-Form und dem Imperativ gibt.

Karsten Fleischer hat das herausgefunden und folgerichtig ageru (geben) und taberu (essen) gestorken:

PL2 Gegenwart affirmativ ageru taberu
PL2 Gegenwart negativ ageranai taberanai
PL2 Vergangenheit affirmativ agenda tabetta
PL2 Vergangenheit negativ agerankatta taberankatta
PL3 Gegenwart affirmativ agerimasu taberimasu
te-Form agende tabette
Volitional PL2 agerou taberou
Volitional PL3 agerimashou taberimashou
Imperativ agere tabere
Konjunktiv ageri taberi
Konditional -tara agendara tabettara
Konditional -reba agereba tabereba
-tari-Form agendari tabettari
Passiv agerareru taberareru
Kausativ ageraseru taberaseru
Potential agereru tabereru

(PL2 und PL3 bezeichnen Höflichkeitsstufen.)

Helfen auch Sie Verben aller Sprachen, mehr Stärke zu gewinnen und tragen Sie Ihre Stärkungen bei - seien sie französisch, altgriechisch, kisuaheli, klingonisch oder was auch immer Ihnen einfällt!