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Anfangs des Einverstands voll über den Verschub von "dick" in die (ihrer Überschrift übrigens nur sehr teils gerecht werdende) grüne Liste, besann ich mich doch bald eines anderen. Denn in der grünen Liste will mir so gar nichts dem Fall "dreier Klafter dick" verwandt erscheinen. Bei "genug", "reichlich" und dergleichen steht der Messung Ergebnis gerade nicht im Wesfall ("genug des Weins"), anders bei "dreier Klafter dick". Die nächsten Verwandten hierzu genießen selbstverstandenen Bürgerrechts in der Hauptliste: "(Goldes) wert" (der Maßstab des Wertes ist Gold) und vor allem "(einer Spannen) lang" (der Maßstab der Länge ist eine Spanne) und "(nicht eines Fingers) breit" (der Maßstab der Länge ist ein Finger). Bei "wert" mit eines Preises Angabe hat nach dem Grimmschen Wörterbuch der heute gebruchene Wenfall ("keinen Pfifferling wert", "Gold wert") den alten Wesfall lediglich verdrongen. Gleiches gilt auch für "lang", "breit", "dick" und – jawohl! – auch "hoch". Wie gut, dass es einen herrlichen Zeugen hierfür gibt in "mannshoch". "Fingers dick", "Fingers breit" und "Fingers lang" sind gleichermaßen bezaugen (teils in Zusammenschrift).

Der langen und breiten Rede kurzer und schmaler Sinn: Ich erhebe Respekts voll Einspruch, Euer Ehren! Gleiches Recht für alle! Und daher lautet der Antrag: "Dick" bitte zurück in die Liste zu seinen Kameraden "lang" und "breit", und "hoch" möge als Neubürger gleich noch mit aufgenommen werden, etwa mit diesem Beleg:

Die alten moosbedeckten Eichen dort, / ich sah sie alle einer Lanze hoch.
Wieland, Geron der Adeliche

Ist das Bedenkens wert? Mich fröhe, wäre es so.

Guter Hoffnung und herzlichen Grußes harre ich des Weiteren,

Homer

Danke der Korrektur, ich habe nicht weit genug gedacht vor dem Verschub. Das Gros der Zweifelsfälle auf der grünen Liste klassifizöre ich als Determinative, also Ausdrücke mit derselben grammatischen Funktion wie ein Artikel: sie geben u.a. die Definitheit und Menge des rechts daneben stehenden Nomens an. Grammatisch gesprochen modifizieren sie das Nomen, sie regieren es nicht, deswegen haben sie keinen Anspruch auf einen Platz in der großen Liste. Bei dreier Klafter dick usw. haben wir dagegen den umgekohrenen Fall, dass die drei Klafter das dick modifizieren, weil dick eine (optionale) Argumentstelle für die Dicke näher bestimmende Nominalphrasen hat. Und dass diese Argumentstelle den Genitiv verlangt, scheint plausibel. Entschuldige bitte meinen Schnellschuss und hab Dank für die ausführliche Gegenrede, sie war hoffich hinreichend hirneichend für mich. ;) --Kilian 15:53, 4. Mär. 2010 (CET)

Revert

Hi, wes Grundes?

Mit freundlichem Grunzen, --Wutzofant 17:40, 5. Jul. 2010 (CEST)

Joghürter und Pluräle gehören unter Schönere Pluräle, wo ich die einen eingetragen und die anderen bereits vorgefunden habe. --Kilian 17:45, 5. Jul. 2010 (CEST)
Ah, OK, danke. :-) --Wutzofant 17:47, 5. Jul. 2010 (CEST)

I lake it in, but…

Ich sehe es ja ein, weshalb Du es revertoren hast, aber m.E. sollten diese generischen Regeln für -ieren-Verben prominenter verlunken werden, am besten oben in der Kopfzeile über den ganzen Verblisten.

Mir waren diese generischen Regelnnämlich bis dato nicht bekannt – und ich weiß übrigens immer noch nicht, wo sie stehen sollen. -ieren_ist_menschlich scheint es mir nicht zu sein? --Wutzofant 13:55, 6. Mär. 2012 (CET)

Sie sind bereits oben in der Kopfzeile über den ganzen Verblisten verlunken, zwischen "Z" und "Legende". Ich sollte mir wohl mal einen sprechenderen Text für den Knupf überlegen. --Kilian 14:13, 6. Mär. 2012 (CET)